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Warum du deinen Körper lieben kannst – egal wie er aussieht

Diätgeplagte Frauen können meist wie aus der Pistole geschossen runterrattern, was sie an ihrem Körper stört und was sie nicht schön finden: zu dick, zu viel Speck am Bauch, zu wenig Taille, zu breite Hüften, zu großer Po, die Cellulitis an den Oberschenkeln, zu kräftige Wadeln, zu dicke Fesseln, die Winkearme, etc…

Wenn es darum geht, was sie an ihrem Körper mögen oder gar lieben, fallen die Antworten hingegen ziemlich spärlich aus.
„Äh…, meine Augen mag ich an mir.“ ist der Klassiker. Haare, Zähne und Hände kommen im Durchschnitt auch noch recht gut weg. Das war´s dann aber oft schon.

Die allermeisten Frauen sind jedenfalls meilenweit davon entfernt, den eigenen Körper zu lieben, so wie er ist, mit allem drum und dran. Einfach nicht schön genug.

Körperliebe und die Medien

Wir können jetzt natürlich den Medien, der Werbung und den Supermodels die Schuld in die Schuhe schieben. Schließlich bekommen wir ständig zu sehen, wie frau idealerweise auszusehen hat (selbst wenn das nicht real ist).
Obendrein werden uns zigtausend Möglichkeiten präsentiert, was wir nicht alles tun können, um schöner zu werden, abzunehmen, eine bessere Figur zu bekommen und jünger auszusehen. Eben so perfekt zu werden wie Frau Ideal. Hurra!

Zugegeben, das macht die Sache mit der Körperliebe nicht unbedingt einfacher. Nur allzu leicht unterliegen wir so der Wenn-dann-Illusion:
Wenn ich nur schöner, dünner, perfekter wäre…
Wenn ich meine schlimmsten körperlichen Makel endlich los wäre…
Wenn ich endlich mein Wohlfühlgewicht hätte…
Dann… ja dann könnte ich meinen Körper lieben.

Der Gesellschaft und dem vorherrschenden optischen Idealbild die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, bringt uns zwei allerdings nicht weiter.
Du willst raus aus der Diätfalle und ohne Diät zu deinem Wohlfühlgewicht finden, dazu musst du Gott sei dank nicht gleich die Welt verändern. Was du allerdings musst, ist dein Verhältnis zu deinem Körper verbessern. Du musst anfangen deinen Körper zu lieben, so wie er ist.

„OMG! Wie soll das nur gehen?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Das geht. Das geht allerdings nur, wenn du dich von der Illusion befreist, dass dein Körper bestimmte Bedingungen erfüllen und bestimmten Kritikern entsprechen muss, damit du ihn lieben kannst.

Lass uns beide doch einmal darüber nachdenken, was LIEBE bedeutet.

Liebe ist…

Was ist Liebe für dich? Was bedeutet es für dich, zu lieben?

Denk doch einfach mal an die Menschen in deinem Leben, die du liebst oder wirklich von Herzen magst.
Vielleicht an deine Kinder, deinen Partner, deine Eltern, deine beste Freundin. Vielleicht denkst du auch an ein geliebtes Tier, wie deinen Hund oder deine Katze.

Müssen die bestimmte Kriterien und Bedingungen erfüllen und den gängigen Standards entsprechen, damit du sie lieben kannst? Müssen die besonders hübsch sein oder dürfen die nur eine bestimmte Anzahl an Kilos wiegen, sonst ist es vorbei mit deiner Liebe?

OK, wir sind Menschen und unsere Liebe ist vielleicht nicht immer so bedingungslos. Aber irgendwo spüren und wissen wir doch alle, dass wahre Liebe nichts mit Bedingungen zu tun hat.
Fest steht außerdem: Liebe hat nichts mit Schönheit zu tun. Das sind zwei getrennte paar Schuh. Äpfel und Birnen sozusagen.

Schön ist schön. Liebe ist Liebe.

Das eine ist weder eine Voraussetzung noch eine Garantie für das andere. Oder sind alle Lebewesen, die du liebst und die dir etwas bedeuten, unheimlich schön? Oder liebst du jeden schönen Menschen, der dir über den Weg läuft? Wohl nicht, oder?

Es ist auch im Allgemeinen nicht so, das wir andere lieben, WEIL sie schön sind.

Nehmen wir mal Mütter: Fast jede Mutter findet, dass ihr Baby das hübscheste Kind der Welt ist. Aber eine Mutter liebt ihr Kind nicht, weil es hübsch ist, sondern weil es ihr Baby ist. Fertig.

Die meisten Mütter lieben ihr Kind, auch wenn es schreit, nicht und nicht einschlafen will und sie manchmal fürchterlich nervt.
Sie lieben ihr Kind, auch wenn es schlechte Noten in der Schule hat, durch rebellische Phasen geht oder nicht das  Idealgewicht auf die Waage bringt.
Sie lieben ihr Kind, weil es ihr Kind ist – egal, was ist.
Bedingungslose Liebe eben.

Wenn es zwischen Schönheit und Liebe einen Zusammenhang gibt, schaut der eher so aus: Was und wen wir lieben finden wir schön.

Hast du nicht auch schon mal einen Menschen kennengelernt und lieb gewonnen und diesen Menschen mit der Zeit immer schöner gefunden? Ich persönlich kann jedenfalls bei Menschen, die ich liebe, überhaupt nicht mehr sagen, ob die objektiv schön sind oder nicht. Für mich sind diese Menschen schön. Fertig.

Den Körper lieben

Damit zurück zum Körper. Du ahnst sicherlich schon, worauf ich hinaus will: Der Körper muss nicht schön sein, um ihn lieben zu können. 

Mach dir außerdem bewusst: Einen „schönen“ Körper zu haben, heißt noch lange nicht, dass du ihn deswegen liebst. Es gibt genug – nach herkömmlichen Standards – bildschöne Frauen, die mit ihrem Körper auf Kriegsfuß stehen. Trotz Schönheit von Liebe keine Spur.

Warte mit der Liebe zu deinem Körper nicht, bis er sich verändert hat und bis er endlich so aussieht, wie du dir das vorstellst. Da wartest du auf den Nimmerleinstag.

Wenn du für dich einmal „Liebe“ und „Schönheit“ auseinander knotest, kannst du deinen Körper lieben, so wie er ist. Einfach, weil es dein Körper ist. Fertig.

Ja, das geht. Du musst nicht einmal lernen oder dich darum bemühen, deinen Körper zu lieben, weil du in Wahrheit aus Liebe bestehst. Du bist Liebe. Dein Körper ist ein Ausdruck der Liebe. Jede Zelle deines Körpers, dein ganzes Sein wird von der Liebe belebt.

Das einzige, was dich von dieser Liebe trennt, sind die Gedanken, die in deinem Kopf herumspuken und die sich darum drehen, was an dir und deinem Körper falsch ist. Wenn du aufhörst, diese Gedanken ernst zu nehmen und für wahr zu halten, bist du frei.
Frei zu lieben, was ist.

Das Komische daran: Wenn du deinen Körper von deinen Bedingungen, Erwartungen und Vorstellung befreist und beginnst ihn bedingungslos anzunehmen und zu lieben, wirst du erkennen, wie schön er ist.

Und ein liebevolles Verhältnis zu deinem Körper wird auch dazu führen, dass du mehr auf ihn hörst und auf ihn achtest und das ist immer noch der beste und nachhaltigste Weg, um unnötiges Gewicht zu verlieren.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Dein Anti-Diät Coach


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